Korruption als soziale Beziehung


"(...) die Frage, wie Korruption - verstanden als soziale Beziehung zwischen individuellen Akteuren - sich in modernen Gesellschaften entfalten und gestalten kann und wie eigentlich korruptive Beziehungen funktionieren, will die Studie von Christian Höffling aufklären. Ihr Titel "Korruption als soziale Beziehung" trifft zwar genau den Kern seiner Untersuchung, stapelt ansonsten aber eher tief, da er im Grunde eine handfeste "Soziologie der Korruption" vorgelegt hat. Diese beginnt mit einer theoretischen und begrifflichen Differenzierung des Phänomens Korruption, zeichnet sodann in einem empirischen Teil sog. "Korruptionskarrieren" nach, um schließlich zu den Bedingungskonstellationen und Möglichkeitsstrukturen von Korruption zu kommen. Jedes einzelne dieser drei Kapitel wäre bereits ein Gewinn für sich, zusammen genommen ist es das beste, was die Soziologie zur Korruption zu sagen und beizutragen hat. (...)"

Zitiert aus: Peter Imbusch, Rezension zu Christian Höffling, Korruption als soziale Beziehung, in: Journal für Konflikt- und Gewaltforschung, Band 6 (2004), Heft 2, S. 161-164